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Und so is gsi:
Auch die Oberwalliser wollten die Savoyer unterjochen, sie kamen bis nach
Visp hinauf und wollten die Bewohner zur Übergabe zwingen. Es war im Winter
des Jahres 1388. Der Feind gab sich dem Wohlleben hin, da die Leute von
Visp 3 Tage Bedenkzeit verlangten. In aller Eile wurde der Zehnden
einberufen. Man entschloss sich den Kampf zu wagen und kündete dem Feind
die Zeit an, also beim Sonnenaufgang (bei Anbruch des Tages) diese
Bedenkzeit benutzten die Leute , um sich zum Kampfe zu rüsten. Als
Lagerstätte wurde ihnen der sogenannte Zehnenstadel und das Rathaus
angewiesen. Am Vorabend vor der Schlacht wurde die Vispe in die Burgschaft
geschlagen, es war nämlich sehr kalt, so das alles zu Eis gefroren. Drei
Schmiede sollen sich zu Tot die ganze Nacht abgemüht haben um für die Leute
Fusseisen zu bereiten, damit sie sich auf dem Eis halten konnten und festen
Stand hätten. Bei Tagesanbruch gingen die gesandten der Zehnden zum Feinde
und meldeten ihnen den Angriff. Die Gesandten warfen ein Lamm hinein und
verriegelten die Tür, indem sie sprachen “So zahm wie dieses Lamm sollt ihr
heute werden“, und stecken denselben in Brand.
Man erzählt , dass daselbst das Geld hinunter geronnen sei, und dass viele
Handvoll Gold zu den Öffnungen hinaushielten und um Rettung baten unter
heulen und jammern, allein es wurde Ihnen keine Gnade gewährt. Diejenigen,
welche im Rathaus waren wurden hinaus aufs Eis gefordert. Es wurde ein
wütender Stier in einem mit sehr scharfen Sensen und Spiessen besetzten
Wagen gespannt und so durch die Strassen gejagt. Diejenigen die noch
entfliehen wollten, wurden somit niedergemetzelt und die Feinde waren auf
dem Eis leicht zu fangen. Es fanden an diesem Tage gegen 4000 Savoyer zu
Visp den Tot. Von diesem Tage kommt der Name “Mannenmittwoch“.
Die Sieger beschlossen zum Danke für den Sieg, alljährlich diese
Mannenmittwoch zu halten wie den hl. Christtag; wird jetzt aber nicht mehr
beachtet, er wird heutzutage mehr im Keller als in der Küche gefeiert.
Quelle: „Wallisergeschichte“ vom Kapuziner Pater Sigismund Furrer von
Unterbäch (1850) |